Ständiger interdisziplinärer Dialog auf päpstlichen Wunsch
Päpstliche Akademie für Sozialwissenschaften

Von Hans Tietmeyer

Die Päpstliche Akademie für Sozialwissenschaften wurde im Januar 1994 durch Papst Johannes Paul II. gegründet, der ihre Aufgabe unter anderem wie wie folgt beschrieb: Die Soziallehre der Kirche muss immer die tatsächliche Lage und ihre Zusammenhänge in Betracht ziehen und deswegen auch einen ständigen Dialog mit den Sozialwissenschaften führen. Im Hinblick auf die großen Aufgaben der Zukunft bedarf dieser, schon in der Vergangenheit geführte interdisziplinäre Dialog eines neuen Ausdrucks. Deswegen begründe ich heute die Päpstliche Akademie für Sozialwissenschaften mit dem Ziel, die Studien und den Fortschritt der Sozial-, Wirtschafts-, Politik- und Rechtswissenschaften zu fördern und so der Kirche Einsichten zur Verfügung zu stellen, die sie dann in der Weiterentwicklung ihrer Soziallehre nutzen kann.

Die Akademie hat derzeit 35 Mitglieder, die aus allen fünf Kontinenten stammen und unterschiedlichen Fachbereichen zugehören (unter ihnen befinden sich auch einige Nobelpreisträger). Sie sind alle Spezialisten in einem oder mehreren Gebieten der Sozialwissenschaften. Aus Deutschland stammen derzeit drei Mitglieder: Prof. Dr. Hans F.
Zacher (München), Prof. Dr. Paul Kirchhof (Heidelberg) und Prof. Dr. Hans Tietmeyer (Königstein).

Seit ihrer Gründung hat die Akademie bis 2006 insgesamt 12 mehrtägige Plenarsitzungen in dem ihr zur Nutzung zur Verfügung stehendem Casina Pio IV in den vatikanischen Gärten in Rom abgehalten und dabei sehr unterschiedliche Themen wie Arbeit und Beschäftigung, Demokratie, Folgen und Gestaltungsmöglichkeiten der Globalisierung, Solidarität der Generationen, Zukunft der Jugend, Zusammenarbeit der Völker und Nationen etc. behandelt. Die hierzu von den Mitgliedern bzw. speziell eingeladenen Referenten erarbeiteten Beiträge werden auch regelmäßig publiziert und können auch bezogen werden.

E-mail: social.sciences@aedscience.va

Ein ausführliches Porträt der Päpstlichen Akademie und ihrer Arbeit finden Sie hier .

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